brauneis naturfotografie
brauneis naturfotografie
Warenkorb

Bericht Helgoland März 2019

Die Vogelsaison auf Helgoland ist gestartet!

 

 

Nachdem von Ende November bis etwa Mitte Januar Hochsaison für die Geburt von Kegelrobben war, startet ab Februar wieder die Zeit der Seevögel auf dem roten Felsen. 

Ich habe Ende März einige Tage auf Helgoland verbracht und mich ausgiebig der Vogelfotografie gewidmet. Der Wettergott war äußerst gut gelaunt: durchgehend sonniges Wetter – unerwarteter Minisonnenbrand im Gesicht inklusive! Allerdings sollte man sich warm anziehen, denn die Winde aus Nordwest und Ost sind zu dieser Jahreszeit noch eisig. Also Handschuhe, Mütze oder Kapuze, Thermohose, dicke Socken und festes Schuhwerk sind absolut notwendig, wenn man mehrere Stunden fotografieren möchte.   

 

Die meiste Zeit habe ich auf dem Lummenfelsen verbracht und dort meine Lieblingsvögel, die Basstölpel, in verschiedenen Situationen abgelichtet. Beste Voraussetzungen boten die frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden, da dann das Licht die gelbe Gefiederfärbung während der Balz- und Brutzeit in besonders schöne goldfarbene Töne verwandelt.

Ich setze mir immer wieder neue Herausforderungen bei der Vogelfotografie und habe bei diesem Aufenthalt den Fokus auf Basstölpel-Silhouetten bei Sonnenuntergang und Flugaufnahmen mit längerer Belichtungszeit gelegt. Dank Digitalfotografie ist das heutzutage keine kostspielige Angelegenheit mehr – der Ausschuss wird einfach gelöscht. Fazit allgemein: üben, üben, üben bis akzeptable Resultate herauskommen. Fazit Technik: Eine spiegellose Systemkamera oder eine DSLR, die eine ordentliche Zahl an Serienfotos in der Sekunde produzieren kann, in Kombination mit einem Objektiv mit schnellem Autofokus und eine Speicherkarte mit hoher Schreibgeschwindigkeit erleichtern die „Arbeit“ ganz erheblich. 

 

Hinsichtlich der zu sichtenden Vogelarten war bereits jetzt einiges los. Ohne mich besonders darauf zu konzentrieren, habe ich im „Vorbeigehen“ bereits über 30 verschiedene Spezies gezählt. Darunter waren beispielsweise bei den Singvögeln: Hausrotschwanz, Wintergoldhähnchen, Bluthänfling und Steinschmätzer. An Limikolen und Seevögeln habe ich unter anderen Eissturmvogel, Dreizehenmöwe, Austernfischer und Sandregenpfeifer beobachtet. Eiderenten halten sich inzwischen das ganze Jahr über rund um Helgoland auf und brüten auch auf der Düne. Die Eiderente ist übrigens „Seevogel des Jahres 2019“ (weitere Infos dazu unter www.jordsand.de).  

Ein Highlight hat jedoch gefehlt: Den Schwarzbrauenalbatros – Albert, König von Helgoland – konnte ich dieses Mal (noch) nicht erspähen. Aber ich bin sicher, dass er sich auch dieses Jahr wieder blicken lässt und Fotografierende wie Ornithologen in den Ausnahmezustand versetzt. 

 

Ich freue mich bereits auf den nächsten Besuch auf der Insel und bin gespannt, wie weit die Basstölpel und anderen Seevögel mit ihrem Nestbau und der anstehenden Brut sind. Wer Lust hat mitzukommen, hier die nächsten Termine unserer Fotoworkshops auf Helgoland in 2019: 26.-28. April, 31. Mai bis 2. Juni und 5.-8. September.

Alle Infos dazu gibt es hier: >> Link zu Fotokursen